Arbeiten neben dem Studium

Arbeiten neben dem Studium

 

Ein Studium kostet Geld – jedes Semester fallen Semestergebühren an. Zusätzlich ziehen die meisten Studenten aus, sobald sie anfangen zu studieren – und auch das kostet Geld. Die meisten arbeiten neben dem Studium, damit sie sich all das leisten können. Vom Kellnern über Hostessenjobs bis hin zum Arbeiten in einer Agentur als Werkstudent.

Dieser Artikel soll dir die Vor- und Nachteile zum Thema Arbeiten neben dem Studium aufzeigen und dir die wichtigsten Tipps und Informationen liefern, die du brauchst, damit nichts schief läuft.

Was sind also die Vorteile eines Jobs neben dem Studium?

Grundsätzlich bietet dir das Arbeiten neben dem Studium eine finanzielle Aufbesserung deiner Geldbörse. Zusätzlich bist du (falls du das möchtest) unabhängig von deinen Eltern und Bafög. Neben dem finanziellen Faktor kann man aber auch praktische Erfahrungen sammeln. Gerade wenn man eine Werkstudentenstelle hat, die auch etwas mit deinem Studium zu tun hat. Dies kommt auch später sehr gut im Lebenslauf an.

Arbeiten neben dem Studium bringt natürlich auch Nachteile mit sich:

Zu aller erst solltest du dir darüber im klaren sein, dass das Arbeiten neben dem Studium zusätzlich Zeit in Anspruch nimmt. Je nachdem wie viel Aufwand in deinem Studium vorhanden ist, solltest du dir davonausgehend eine passende Stelle suchen. Beispielsweise sind Kellner- oder Hostessenjobs gut für ein Studium, welches viel Zeit benötigt. Diese sind nämlich oft bzw. meistens an Wochenenden und du kannst dir deine Arbeitstage flexibel einteilen und gestalten. Ein Werkstudentenjob findet meistens unter der Woche statt. Wenn dein Stundenplan also voll gepackt von Montag bis Freitag ist, ist davon eher abzuraten.

Es gilt also: Das Studium sollte immer vorgehen!

Falls du dich dazu entschieden hast, neben dem Studieren zu Arbeiten, gibt es allerdings einiges zu beachten:

Arbeitszeit

Als Student kannst du bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten. In den Semesterferien sogar bis zu 40 Stunden. Arbeitet man während der Vorlesungszeit allerdings mehr als 20 Stunden pro Woche, verliert man den Studentenstatus und wird als Arbeitnehmer eingestuft.

Verdienst

Grundsätzlich darfst du als Student 450 € pro Monat verdienen. Der Arbeitgeber kümmert sich um die Pauschalabgaben (Sozialversicherung). Du als Student hast keine steuerlichen Abgaben. Verdienst du mehr als 450 €, musst du Lohnsteuern abführen.

BAföG

Beziehst du als Student Bafög, darfst du pro ja nicht mehr als 4.800 € verdienen ohne dass dir was von der staatlichen Förderung abgezogen wird. Das heißt du darfst die Grenze von 400 € pro Monat nicht überschreiten. Wie man den Gesamtbetrag aufteilt ist allerdings egal. Du kannst also in dem einem Monat mehr verdienen als in dem darauffolgenden solange du innerhalb des Jahres nicht die 4.800 € Grenze überschreitest.
Mehr Infos zum Thema BAföG findest du hier

Steuern

Als Werkstudent bist du Arbeitnehmer und daher auch steuerpflichtig. Allerdings ist das Einkommen von Studenten erst dann Steuerpflichtig, sobald sie einen Betrag von 8.584 € überschreiten. Alle Einkommen die darunter liegen sind steuerfrei. Insgesamt darf ein Student also etwa 715 € im Monat verdienen. Dieser Betrag setzt sich aus dem Grundfreibetrag von 7.644 € und der Werbungskostenpauschale von 920 € zusammen.

Krankenversicherung

Solange du unter 25 Jahre alt bist und studierst, bist du automatisch in der gesetzlichen Krankenversicherung deiner Eltern mitversichert. Allerdings darf man hier nicht mehr als 450 € pro Monat verdienen.

Verdienst du mehr, fliegst du aus der Krankenversicherung deiner Eltern raus und musst dich selbst versichern. Die meisten gesetzlichen Krankenkassen bieten aber spezielle Studententarife an. Wie viel du dann pro Monat verdienst ist ab diesem Zeitpunkt egal. Allerdings darf man nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. Arbeitet man mehr als 20 Stunden pro Woche, gilt für dich nicht mehr der Studententarif. Der Beitrag zur Krankenversicherung wird von eurem Gehalt abgezogen. Aber auch hier gibt es eine Ausnahme. In den Semesterferien ist es erlaubt, mehr als 20 Stunden pro Woche zu arbeiten ohne dass man den Studentenstatus bei der Krankenkasse verliert.

Kindergeld

Kindergeld bekommt man während dem Studium unabhängig davon, wie viel man verdient. Allerdings nur, solange man sich in einer Ausbildung befindet und bis zum 25. Lebensjahr.

Sozialversicherung

Ist der Job die Nebenbeschäftigung und das Studium die Hauptbeschäftigung (das ist der Fall, wenn man nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet), entfallen für den Arbeitgeber die sonst üblichen Beiträge für die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Bei 450 € Jobs besteht für den Arbeitgeber Versicherungsfreiheit – er muss lediglich einen Pauschalbetrag in die Kranken- und Rentenversicherung zahlen. Bei der Überschreitung von 450 € gilt, dass der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer Sozialversicherungsbeiträge leisten müssen.

Foto von kaboompics/pixabay.com



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