5 Tipps zur Wohnungsbesichtigung

wohnungsbesichtigung

Nach der Wohnungssuche folgt die Wohnungsbesichtigung – so überzeugst du deinen Vermieter!

Wer kennt es nicht? Die perfekte Wohnung zu finden, ist nicht leicht – vor allem als Student. Gerade in einer so beliebten Stadt wie Darmstadt, mit über 150.000 Einwohnern und davon über 40.000 Studenten ist die Konkurrenz groß.
Für den Vermieter zählt natürlich, einen für ihn geeigneten und vertrauenswürdigen Mieter zu finden. Bei größeren Immobilien zieht der Eigentümer gerne auch eine Immobilienverwaltung oder einen Makler hinzu, die in seinem Interesse handeln.

Wer das Glück hat und zu einer Wohnungsbesichtigung eingeladen wird, kommt seinem Ziel schon mal einen ganzen Schritt näher. Eine Besichtigung kann unterschiedlich ablaufen.
Es gibt zwei Varianten:

Die Sammelbesichtigung:

Hierbei werden alle potenziellen Mieter zu einer Wohnungsbesichtigung eingeladen. Der Vorteil bei dieser Art von Besichtigung ist, dass man einen Eindruck von seinen Mitbewerbern bekommt. Dies hilft oft dabei, seine eigenen Chancen besser einzuschätzen. Der Nachteil ist jedoch, dass der Vermieter sich nicht immer Zeit für jeden Bewerber nehmen kann, beziehungsweiße sich bei den ganzen Eindrücken nicht merkt, wer einen besonders guten Eindruck hinterlassen hat. Dennoch sollte dies einen nicht entmutigen, denn bei einer Sammelbesichtigung haben alle Interessenten die gleichen Grundvoraussetzungen und die gleiche Zeit zur Verfügung den Vermieter von sich zu überzeugen. Hier gilt, positiv herausstechen!

Der persönliche Termin:

Ein persönlicher Termin wird immer zwischen dem Makler/Vermieter und dem Mietinteressent vereinbart. Der Aspekt, dass man eine private Besichtigung hat, hat den Vorteil, dass der Vermieter sich viel Zeit nehmen kann um sich individuellen Fragen zu widmen. Dabei ist es wichtig, kontinuierlich einen guten Eindruck zu hinterlassen und ein freundliches Gespräch herbeizuführen.

Bei beiden Varianten der Wohnungsbesichtigung gibt es allgemeine Regeln an die man sich halten sollte, um einen positiven Eindruck zu hinterlassen:

5 Tipps zur Wohnungsbesichtigung:

1. Äußeres Erscheinungsbild

Der erste Eindruck ist immer entscheidend. Wähle dafür die richtige Kleidung. Dafür muss niemand im Anzug und Krawatte erscheinen, aber ein gepflegtes Äußeres wird einfach stets vorausgesetzt. Selbst im Sommer solltest du vielleicht besser darauf verzichten direkt vom Schwimmbad zu kommen und eventuell noch deine zerrissene Jeans anzuhaben. Ein wichtiger Nebenaspekt ist der Geruch. Von einem intensiven oder aufdringlichen Duft ist nur abzuraten, da jeder Mensch anders auf Gerüche reagiert. Als Mietinteressent gilt es stets pünktlich zu kommen, wenn nicht besser sogar früher, um sich noch einmal sammeln und auf das Gespräch vorbereiten zu können.

2. Freundliches Auftreten

Ein geeigneter Mieter wird nicht nur danach ausgewählt, ob er ein gesichertes Einkommen hat, sondern auch nach Sympathie. Ein verschlossenes oder ein zu quirliges Auftreten können daher schnell unangenehm auffallen. Zu sehr verstellen solltest du dich allerdings auch nicht, da man dies schnell merkt. Ein höfliches, freundliches sowie selbstbewusstes Erscheinungsbild wirkt am natürlichsten. Versuche dem Vermieter dein Interesse zu zeigen, damit du in Erinnerung bleibst, denn gerade das, ist die Herausforderung bei einer Sammelbesichtigung.

3. Vollständige Unterlagen

Bei einer Sammelbesichtigung vom Bauverein werden am Ende Fragebogen für eine Selbstauskunft ausgeteilt. Es spart Zeit und macht einen guten Eindruck, wenn vorher schon alle Unterlagen ausgefüllt und vollständig sind. Diese werden dann beim zuständigen Mitarbeiter abgegeben. Aber auch wenn es über eine Hausverwaltung oder den Vermieter geht, bringt es nur Vorteile bereits alle Dokumente ausgefüllt zu haben. Denn im Nachhinein werden all diese von anderen Bewerbern zugeschickt und bearbeitet. Wenn allerdings die Unterlagen schon vorher abgegeben wurden, können diese als erstes berücksichtigt werden. Zu den Unterlagen zählen ein gültiger Personalausweis (sowie eine Kopie welche mit abgegeben wird), eine Elternbürgschaft und ein Einkommensnachweis der letzten drei Monate von dem bürgenden Elternteil (sowie eine Kopie vom Personalausweis). Des weiteren eine Selbstauskunft (diese findet man im Internet oder auf der Internetseite der Hausverwaltung etc.) und eine Kopie des Studentenausweis. Meistens wird in der Selbstauskunft schon erfragt, ob Mietrückstände aus einer vorherigen Wohnung bestehen. Eine Schufa-Eigenauskunft wird nicht immer zwingend vom Vermieter verlangt, aber macht definitiv (sofern diese positiv ist) einen guten Eindruck und schafft Vertrauen.

4. Fragen stellen

Um dem Vermieter sein Interesse an der Wohnung zu zeigen und um in Erinnerung zu bleiben, sollte man sinnvolle Fragen stellen. Die Fragen sollten am besten einen aufmerksamen Charakter haben und zu dem passen, was der Makler vorher gesagt hat. Daher ist gutes Zuhören gefragt, denn nichts ist unangenehmer, als eine Frage zu stellen, die kurz vorher schon beantwortet wurde. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, sachlich und prägnant zu bleiben. Du kannst dir zum Beispiel vorher schon notieren, was du alles wissen möchtest, um nichts zu vergessen. Das könnte zum Beispiel sein wo die nächsten Haltestellen sind oder was alles in den Nebenkosten enthalten ist. Je präziser die Fragen, desto besser.

5. Interesse zeigen

Wie bereits unter Punkt zwei erwähnt wurde, solltest du absolut natürlich bleiben. Für eine Hausverwaltung/Makler/Vermieter ist es immer schön zu sehen, wenn jemand ernsthaftes Interesse an der Wohnung zeigt. Zeige dich von deiner besten Seite, als lernwütiger, aufgeschlossener Student und nicht als Partybiest. Mach nicht zu aufdringliche Komplimente, aber zeige dennoch, dass dir die Wohnung gefällt und du dir vorstellen könntest dort einzuziehen. Zeig keine Unentschlossen- oder Unsicherheit. Ein Makler wünscht sich immer einen Mieter, der entschlossen ist und sich nicht im Zweifelsfall noch umentscheidet.

EXTRA TIPP:

Gerade bei einer Sammelbesichtigung muss man herausstechen. Mach ein sympathisches Foto (kein Bewerbungsfoto) von dir und schreibe einen netten Text, dass du dich freuen würdest, wenn diese Wohnung der Ort werden wird, an dem du dich zu Hause fühlst. Lege diesen zu deinen Unterlagen und der Vermieter/Makler wird sich prompt an dich erinnern können.

VIEL GLÜCK!

Foto von danielam / pixabay.com



Eine Antwort zu “5 Tipps zur Wohnungsbesichtigung”

  1. Folie sagt:

    Sehr interessanter Artikel, habe hier einige gute Tipps erhalten Danke. Jetzt kann ich in Ruhe eine Wohnung besichtigen. Vielen Dank.

    Gruß Sandra

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